Challenge, nur anders

Triathlon: Sie traten an, um ihre 10-KM-BESTZEIT zu unterbieten. Nach wochenlanger Vorbereitung kam der Tag der Entscheidung.

Samstagmorgen, 8.30 Uhr. Die Sonne kämpft noch gegen die morgendliche Sommer- Kühle. Die Temperaturen sind noch erträglich. Drei Triathleten der TSG 08 Roth beginnen mit den Vorbereitungen: Hütchen werden aufgestellt, Markierungen mit Straßenkreide angebracht und eine Bierbank für Trinkflaschen aufgebaut. Der Flurbereinigungsweg zwischen Belmbrach und Eckersmühlen wird kurzerhand vom öden Asphaltstreifen zur Rennstrecke umgewandelt.

Fast acht Wochen haben sich die Triathletinnen und Triathleten der TSG 08 Roth auf den Tag vorbereitet. Mit den gemeinschaftlichen Lauf- Trainingsplänen von Abteilungsleiter Thomas Herrmann ausgerüstet, absolvierten die Teilnehmer der eigens organisierten Lauf-Challenge so in den vergangenen Wochen un- zählige Laufkilometer und fieberten geradezu auf den 4. Juli hin. Das Ziel: Mit einer konzentrierten Vorberei- tung, coronabedingt „ungestört“ von Wettkämpfen, eine neue persönliche Bestzeit über die 10-km-Distanz auf- stellen. Über die extra dafür erstellte Whats-App-Gruppe blieb man über die Dauer der gemeinsamen Vorbereitung ständig in Kontakt, tauschte sich über Trainingsfort- oder Rück- schritte aus, diskutierte über die geplante Laufzeit und Laufstrecke und erhielt wöchentlich den Lauf- plan zum Training. Dem Aufruf zur 10-km-Laufbestzeit-Challenge von Zweitliga-Triathlet Alexander Richter waren immerhin mehr als 25 TSG- ler gefolgt.

Zurück zum Morgen des 4. Juli: Die Teilnehmer der Herausforderung trudeln nacheinander ein, mal mehr, mal weniger nervös. „Da wir immer noch in Zeiten des Abstandes und der Vorsicht leben, haben wir die teil- nehmenden Personen in kleine Laufgruppen nach geplanten Laufzeiten eingeteilt, um so nicht die kritische Grenze von zehn Personen zu überschreiten“ erklärt der Organisator. Mit der entsprechenden Einteilung gehen dann die Laufgruppen zeitversetzt im Fünf-Minuten-Abstand auf die Rennstrecke.

Doch das Ziel, eine neue Bestleistung aufzustellen, zerschellt für die Mehrzahl der Sportler an den äußeren Bedingungen. Es wird bereits am späten Vormittag sehr heiß, die Sonne brennt auf den Asphalt. Dazu noch der Wind, der ungebremst über die Felder weht. Und zwar mit einer solchen Vehemenz, dass die Läuferinnen und Läufer phasenweise ihre eigenen Schritte nicht mehr hören. „Das hat es wirklich nicht leicht gemacht, die eigene Bestzeit zu knacken“, erklärt Alexander Richter.

Zum Beispiel Zoltan Belsô. Er kommt an seine Grenzen: „Ich habe mich vorbereitet wie ein Löwe, so gut es ging habe ich fast jede Einheit von Thomas umgesetzt und habe mich gut vorbereitet gefühlt. Aber die Sonne und der Wind haben mir bereits nach fünf Kilometer ziemlich zu schaffen gemacht. Aber ich habe nicht aufgegeben. Auch wenn ich meine Bestzeit nicht einstellen konn-te, bin ich stolz, den Lauf durch- gezogen zu haben“, sagt er im Ziel.

Immerhin: Von den 25 Teilnehmern der Challenge schaffen es am Ende sieben, ihre Bestzeit zu ver- bessern. „Wir hatten zwar mit den Bedingungen etwas Pech, aber so ist das halt im Sommer, Hitze und Wind gehören da einfach dazu“, so Organisator Richter. Darüber hinaus ent- puppte sich das Streckenprofil mit Renngeschwindigkeit doch als deutlich anspruchsvoller als bei einem gemütlichen Trainingslauf. „Das hatte ich eindeutig unterschätzt“, gibt Richter zu. „Aber was soll’s. Genau das hat ja auch den Reiz der Challenge ausgemacht: Ganz ohne Druck, bei absolut transparenten Bedingungen einfach am Tag X versuchen, so schnell zu laufen wie es geht“.

Die schnellste Laufzeit des Tages erzielt Triathlon-Profi Peter Santagati mit 32:59 Minuten, was aber auch nicht zur Einstellung seiner Bestzeit von 31:40 Minuten reicht. Abteilungsleiter Thomas Herrmann zieht dennoch ein positives Fazit: „Die Idee von Alex kam super an, die Resonanz und die Motivation waren hoch. Das ganze hat den langen Sommer ohne Wettkämpfe auf jedenfalls ein Stück weit kürzer und erträg- licher gemacht.“

Die gute Organisation trotz dem streng Coronakonform geregelten Ablauf und die tolle Stimmung er-zeugte dann doch so etwas wie Wettkampfatmosphäre. Die Triathletinnen und Triathleten hoffen nun auf den ein oder anderen offiziellen Laufwettkampf im Herbst, um dann endlich wieder richtiges Wettkampffeeling zu bekommen.

Alex Richter

 

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